Agroforst Summer School – vier lehrreiche Tage im Agroforst

10. Oktober 2026 | Agroforst

Mitte September fand die erste Agroforst Summer School statt. Unter dem Motto: „Vier Tage Agroforst: praktisch und praxisnah“ kamen 16 junge Menschen auf dem Betrieb Warnke Agrar GmbH in Cobbel (Sachsen-Anhalt) zusammen, um sich gemeinsam weiterzubilden. Die langen Anreisen aus Wien und Freiburg zeigen, dass mit dieser Veranstaltung ein wichtiges neues Angebot geschaffen wurde.

Anpack-Einsatz mit der Agroforst Summer School. Foto: © Christoph Kayser 2026

Inhaltliche Schwerpunkte waren die Planung von Agroforstsystemen sowie die Frage: „Wie kommt die Planung auf die Fläche?“ – vorgestellt von Agroforstplaner Jan-Fritz Nierste.  Außerdem vermittelte die Baumwartin Chiara Pohl die Grundlagen des Baumschnitts, die im Anschluss in die Praxis umgesetzt wurden.

Von zentraler Bedeutung war die Vorstellung des Betriebs durch Dr. Uta Mitsch. Da die Warnke Agrar GmbH über 2.000 Hektar bewirtschaftet und im Laufe der Jahre viele Agroforstsysteme und Hecken gepflanzt hat, dauerte die anschließende Betriebsrundfahrt über zwei Stunden. Der Betrieb ist Teil des Demonstrationsnetzwerks „Bäume auf den Acker“.

Ein weiterer Baustein des Programms waren die gemeinsamen Arbeitseinsätze: Damit junge Bäume gut anwachsen, benötigen sie in den ersten Jahren regelmäßige Pflege – daher kamen die vielen helfenden Hände gerade recht, um ein einjähriges Agroforstsystem auf einer Rinderweide zu unterstützen.

Das Feedback der Teilnehmenden fiel sehr positiv aus. Besonders erfreulich waren die zahlreichen Anfragen, sich zu beteiligen oder eine Abschlussarbeit zum Thema Agroforst zu schreiben. Mehrfach wurde der Wunsch geäußert, das Angebot im nächsten Jahr zu wiederholen.

Die Agroforst Summer School wurde in Kooperation zwischen dem Jungen Deutschen Fachverband für Agroforstwirtschaft (DeFAF e.V.) und dem Projekt „Bäume auf den Acker“ veranstaltet – welches durch die VRD Stiftung für Erneuerbare Energien und im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert wird.